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Maori Fratzen im Morgengrauen…

Unser weiterer Weg führte uns entlang der Küste, an mit gelblichem Gras bewachsenen Hügeln. Besonders schön war das „East Cape“! Der Östlichste Punk ganz Neuseelands.

Dort gibt es einen Leuchtturm mit traumhaftem Ausblick aufs Meer. Nach 687 Stufen hatten wir den Berg erklommen und keuchten ganz gut.

Weiter ging es, Endziel Auckland um Lisa abzuholen, die bis dann Knuffi an den Flughafen gebracht haben würde.

Leider machten Sonja und ich unsere erste schlechte Erfahrung mit Freedom-Campen: auf unserer Suche nach einem Schlafplatz fuhren wir uns zunächst fest. Das Hinterrad bis zur Hälfte eingegraben gaben wir auf und suchten nach Hilfe, die auch bald gefunden war. Nette Locals zogen uns routiniert mit ihrem huge Jeep aus dem Kies: Erleichterung!

Das passiere wohl einmal pro Woche, meinten sie, dass sich irgendwelche Touris dort festfuhren. Ich war erstaunt, dass man trotzdem noch so freundlich und offen statt genervt war J

Im nächsten Örtchen fanden wir eine perfekt Wiese am Meer, nicht matschig also kein Festfahren! Es standen dort noch 2 andere Wohnmobile, also gesellten wir uns zu diesen. Es begann zu regnen also zogen wir Bikinis an und „duschten“ darin unseren Staub vom „Van ausgraben ab“. Zum Glück war es warmer Regen. Nur leider hörte es die ganze Nacht nicht auf zu schütten und es regnete durch die Dichtung meines Vans auf die Matratze…traumhaft. Also nicht nur dass die Tür seit Taupo nicht mehr richtig schloss, sondern nun auch noch undicht war…ja als Van-Mama sorgt dein Kind schon von alleine für immer neue Sorgen…

 

Meine fast schlaflose Nacht war am nächsten Morgen um 6 Uhr vorbei: Es klopfte an der Scheibe und ein heruntergekommener, ausgehungert aussehender Maori mit gelben Augen du Zähnen in zerrissenen Kleidern forderte 10$ von uns, denn es sei sein Privatgrundstück und er wolle uns Camper dafür zahlen lassen.

Dazu muss man wissen: normalerweise sind Privatgrundstücke immer mit Schildern bepflastert, um Camper fernzuhalten.  Also bezweifelte ich stark, dass dieses Land ihm gehörte, und schichte ihn erstmal weiter zu den anderen Wohnmobilen.

Sonja hatte ziemlich Angst und ich fühlte mich auch unwohl, noch zu gut erinnerte ich mich an den Typ in Arthurs Pass.
Die anderen Camper baten ihn zu beweisen, dass dies sein Land sei…konnte er natürlich nicht. Nach kurzer Absprache mit ihnen, ob sie zahlen würden oder nicht, beschlossen wir weiter zu fahren. Also krabbelten Sonja und ich auf die Fahrersitze und wollten davon fahren, nur Stellte sich der Maori-Typ einfach neben die Fahrertür, verlangte auf einmal nur noch 5$ und wollte nicht zurücktreten. Ich war froh, dass er dann doch zu viel Angst hatte ich würde ihm über die Füße fahren…wie auch immer Sonja und ich waren ordentlich wach und einigermaßen geschockt….solche Fratzen am Morgen, wer hält das denn aus?

 

16.3.11 04:45


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Staub durch jede Fuge des Vans!

 

Zwar war mir bewusst, dass es 89 km Schotterstraße durch diesen National Park sind, doch hatte ich selbst in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt, wie trocken also staubig diese Straße ist.

Sonja und ich wanderten ein wenig, zunächst ging es zum reinsten und „Algenpest-freisten“ See Neuseelands. Am Abend fanden wir am größten und schönsten See ein Plätzchen zum Campen. Nach und kamen mehr und mehr Camper-Vans und es stellte sich heraus, dass alle Bewohner dieser Vans aus Deutschland kamen. Wir machten ein Lagerfeuer, rösteten Stockbrot und tauschten uns über unsere Sorgenkinder, die Vans, und unsere bisherige Reiserouten aus. In einem Van waren tatsächlich 4 Jungs unterwegs, die sich unserer Ansicht nach nachts immer stapeln mussten, so klein wie der Van war.

Sehr amüsant war es, als einige davon kifften und dann einen philosophischen Laberflash hatten. Plötzlich wurde über „Der 11. September – was wirklich geschah“ diskutiert, und dabei alle Fremdwörter benutzt  die man irgendwann mal gehört hatte, egal ob im richtigen Zusammenhang oder nicht….Sonja und ich hatten jedenfalls viel zu lachen J

Witzig war auch, das 2 Mädels ganz aus der Nähe kommen, nämlich aus Lollar. Tja, am anderen Ende der Welt trifft sich alles :D

Der nächste morgen wurde mit einem Walk auf einen Felsen gefüllt, der recht steil über den großen See ragte. Es ging immerzu bergauf, aber die Aussicht war super!

Nachdem die Staub-Straße geschafft war, machten wir uns auf den langen weg um die Ostküste. Im Van war ungelogen alles von einer feinen weißen Staubschicht überzogen. Traumhaft davon hatten wir noch die nächsten Wochen etwas…

Die erste größere Stadt war Gisborne, super schönes Küstenstädtchen. Mit Palmen und Sandstränden….wir wären gerne länger geblieben.

15.3.11 22:03


Hallo Nordinsel, hallo neues Jahr!

Da unsere Pläne für das zusammenreisen eher spontan waren, sparten wir uns das Ticket für Sonjas Fährüberfahrt. Sprich, Sonja verschwand unter meinem Bett, eingekeilt zwischen Rucksäcken und Körben verharrte sie dort 2 Stunden, fror bitterlich, aber wurde nicht gesehen. Kaum an Bord der Fähre  befreite ich sie und wir machten uns einen gemütlichen Aufenthalt auf der Fähre….nur ein paar Leute die neben mir gestanden hatten als ich darauf wartete auf die Fähre gelotst zu werden meinten: „Seltsam, ein „Ein-Personen-Van“ mit 2 Leuten“. Glücklicherweise schenkte niemand ihnen Gehör und wir kamen ohne Probleme in Wellington an. Dort parkten wir auf dem Parkplatz des Konkurrenz-Fähren-Unternehmens und schliefen uns halbwegs aus.

Leider hatten wir nur wenig Zeit um Wellington zu erkunden, die ewig windige Stadt. Aber es hat mir gut gefallen und wir wandelten ein wenig durch das hoch gelobte „Te Papa“, wobei sich mir kurioser Weise vor allem ein Video von der „Sezierung eines roten Riesen-Tintenfisches“ am tiefsten in mein inneres Auge gegraben hat. Wahrscheinlich weil das besonders abartig war?

In der Fußgängerzone gibt es einige Musiker und Sonja und ich bestaunten einen Künstler, der ganze Landschaften mit Graffiti-Spray  zum leben erweckte, und das in Minutenschnelle! Außerdem scheint es immer windig zu sein, ach ja und in der Bücherei gibt es Wickelräume, die es erlauben die Haare zu waschen. Sehr wichtige Info für alle Backpacker. Ihr merkt schon, man wird dreister und abgehärtet gegen verwunderte Blicke =)

Wie auch immer - wir machten uns auf den nahezu endlos erscheinenden Weg gen Taupo. Und erreichten den größten See Neuseelands, und die daran angeschmiegte Stadt recht spät am 31. Lisa und Knuffi warteten schon auf uns, Knuffi komplett weiß aus dem deutschen Winter entflohen, Lisa braungebrannt und nun hellen (ja tut mir leid Schlis aber es ist wirklich fast dunkelblond!) Haaren.

Nach einer Dusche in einem der größeren Backpackers, wo sowieso niemand weiß wer wirklich dort Gast ist, und wer nur zum duschen vorbeischaut, machten wir uns ausgehfein.

Auf der Rückfahrt zum I-Site Parkplatz schnitt ich eine Kurve zu eng und fuhr einen Felsen an…Schock. Aber mein Troblemaker hat es ganz gut überlebt….nur dass eine Schiebetür nicht mehr richtig schloss….ärgerlich, aber wenn ihr den Stein gesehen hättet, wäret ihr erstaunt wie wenig letztlich passiert ist.

Auf dem Weg in die Kneipen Straße durften wir unsere Bierflaschen in einen Mülleimer versenken, worum uns ein Polizist freundlich hinwies: in eigentlich jeder Stadt Neuseelands herrscht Alkohol-Bann-Area.

Knuffi hat mir netter Weise ein kleines Päckchen aus Deutschland mitgebracht, und so hatte ich  für Silvester sogar echte Wunderkerzen! In einem Land, wo keinerlei Feuerwerkskörper verkauft werden, die gefährlicher als Knallerbsen sind, ein echtes Highlight. Kaum hatten wir die ersten angezündet, steckte sich auch schon der erste einen Joint daran an. Es gab sogar ein kleines von der Stadt vorbereitetes Feuerwerk.

Mit der Sperrstunde wurden auch wir um 3 Uhr nachts raus aus den Clubs in die Straßen geschickt. Also zurück zum Van in dem wir noch ein wenig weiter feierten, mitten auf dem I-Site Parkplatz.

Während Lisa und Knuffi sich weitermachten, blieben Sonja und ich noch 2 weitere Tage in Taupo, genossen die Sonne, das kühle Seewasser und das Nachtleben, bevor wir unser nächstes Ziel ins Auge fassten: den Te Urewera National Park,

 

 

8.3.11 23:48


Weihnachten im Paradies und gute Vorsätze…

Ach ja, die (Schreib)Faulheit hat mich ergriffen! Eigentlich war nämlich einer meiner guten Vorsätze für das Jahr 2011 euch wieder regelmäßig auf den neusten Stand zu bringen. Doof nur, dass wir schon fast Februar haben. Also 2 Monate ohne jegliche Einträge! Ich versinke im Boden vor Scham und beteuere Besserung!
Seitdem hat sich einiges zugetragen,, Pläne sind gemacht worden und haben sich midestens 3 mal geändert…Reisealltag also.
Ja mein Päckchen zum Geburtstag habe ich mittlerweile aufgegeben, Punakaiki verlassen (ein wenig traurig, sich von all den lieben Menschen zu verabschieden), und mittlerweile bin ich auf der Nordinsel und mit Schlisa und Sonja unterwegs. Ich WOOFe momentan in einem Hostel und zähle die Tage, bis mich Manuel besuchen kommt. Aber euer letzter Stand liegt noch einige Zeit zurück…
Meine Weihnachtszeit hier in Neuseeland, wird mir für immer unvergesslich bleiben! Während ihr nämlich nahezu in Schneemassen erstickt seid, habe ich mein aller erstes warmes Weihnachten am Strand verbracht! Genauer gesagt in Toturanui, nähe Takaka, das in der Golden Bay liegt.
Ich bin mit Christian (einem Arbeitskollegen) von Punakaiki aus gen Norden gefahren, dort wollten wir uns mit Freunden von ihm treffen. Ann und Jan. Die brachten Peter mit, der wiederum 2 HitchHiker auf der Straße aufgabelte. (Unsere Gruppe wuchs also von ganz alleine immer weiter an)In Takaka, wo wir die Tage vor Heiligabend verbrachten, trafen wir zufällig noch auf alte Bekannte, Julia und Max.
 Takaka bereitete uns keinen schönen Empfang, denn es regnete in Strömen. Deshalb verbrachten wir (mit 3 Vans) die Nacht unter der Brücke, wo man wenigstens von oben trocken war. Wir waren aber bei weitem nicht die einzigen, wir trafen dort Dave, einen Maori, der unglaublich gut Gitarre spielen konnte und sich zu unserer Runde gesellte und noch an die 10 andere Camper hatten unter der Brücke Zuflucht gesucht.
Peter hatte sich einen Adventskranz gebastelt und so saßen wir mitten im Regen und doch im Trockenen um 4 festlich leuchtende Kerzen, kochten zusammen und stimmten zu Peters Gitarrenspiel schon mal Weihnachtslieder an. Zusammen schlachteten wir das Weihnachtspaket, das Ann und Jan geschickt bekommen hatten: lecker Lebkuchen aus Deutschland!
David spielte uns ein paar Maori-Songs vor und erzählte uns einiges von sich und davon, dass die Pakeha in Neuseeland die Maoris noch immer nicht als ebenbürtig akzeptieren würden. Bis spät in die Nacht saßen wir zusammen. Das HitchHiker - Pärchen, das wir aufgegabelt hatten kam aus Belgien. Sie waren zuvor in Indien gewesen, halfen dort einer Organisation die Frauen unterstütze, die am Existenzminimum lebten. Es war wahnsinnig interessant und unbegreiflich, wie das Kastensystem in Indien immer noch so viel Bedeutung haben kann.

Es wurde ziemlich spät, aber am nächsten morgen war ich schlagartig wach, als die Polizei bei uns klopfte. Schock! Ich habe schon damit gerechnet Strafe zahlen zu müssen, aber im Gegenteil, die Officer wollten uns nur vor dem ansteigenden Fluss warnen, der wegen des starken Regens über die Ufer getreten war, bald würde die Flut hereinkommen, wir müssten aufpassen, sonst würden wir weggespült werden.
So entspannt wie die Polizisten ist auch ganz Takaka. Es scheint als seien hier alle Hippies und Alternativen Menschen Neuseelands zusammen gekommen. Die ganze Stadt wimmelt voll kleiner niedlicher Geschäfte und alternativ angezogenen Leuten. Alle scheinen entspannt zu sein, woran der immer wieder durch die Straßen ziehende Geruch von Gras sicher auch nicht unbeteiligt ist….bestes Beispiel: Ann, Chris und ich sitzen in einem Cafe als plötzlich eine Mittfünfzigerin vor uns auftaucht – pinkes Kleidchen, rosa  Leggins, Flügelchen auf dem Rücken und „Zauberstab von Barbie“ in der Hand.
Ob sie uns nicht unsere liebsten Wünsche erfüllen soll? Aber klar doch! Und was passiert? Begeistert schlägt sie auf ihren Stab, der eine Melodie spielt, schwenkt ihn einmal durch die Luft, strahlt mich an und sagt: „May all your wishes come true!“ Zu lustig! Bevor ich meinen vor Erstaunen geöffneten Mund wieder schließen kann, ist sie schon zum nächsten Tisch weitergeschwebt. Das ist Takaka pur! Ich fühlte mich pudelwohl!

Da die Männer sich bei einem mehrtägigem Walk austoben wollten, blieben Ann und ich alleine zurück, doch wir machten uns einen schönen Tag am Cape Fairewell. Dies ist der nördlichste Zipfel der Südinsel. Lange weiße Sandstrände und Sanddünen prägen das Bild.
Nach einigem Suchen fanden wir und Biene (Anns traumhaft ausgestatteter Van) den Weg und machten uns los, um den Zipfel zu erreichen, den muss man nämlich erlaufen.
Auf dem Weg trafen wir auf eine fünfköpfige bunt gemischte Truppe, die das gleiche Ziel hatte. Eric gehörte das Auto (normaler Kombi) in dem sie unterwegs waren, und die Gruppe hatte sich nach und nach zusammengefügt. Das Auto sah aus, als würde es fast platzen, das einräumen des Kofferraumes glich einem Tetris-Spiel auf Level 20 und das Auto hing, wenn alle eingestiegen waren, fast auf dem Boden.
Wir erkundeten die Sanddünen gemeinsam und hatten unseren Spaß. Man fühlt sich ein wenig wie in der Wüste dort und das in Neuseeland.
Allerdings wollten sie noch weiter, demokratisch abgestimmt lautete das Ziel Westport…weitere 4 Stunden fahrt. Da war ich doch sehr froh, dass ich mich nicht immer mit 5 Meinungen abstimmen muss.

Während ich die Zeit in Takaka genoss, hatte Lisa leider weniger Glück in der Vorweihnachtszeit: ihr Mr. Mojo brauchte mal wieder eine Werkstadt und Lisa musste ohne ihr geliebtes Auto auf die Nordinsel übersetzten, um ihren Freund am Flughafen zu empfangen. Mr. Mojo wurde dann von Sonja, mit der Lisa reiste, auf die Fähre gebracht und dann auf der anderen Seite von Knuffi und Lisa in Empfang genommen. Nur wusste Sonja nicht recht, was sie nun an Weihnachten machen sollte, also holte ich sie ab und sie wurde der letzte Teil unserer kleinen Weihnachtsgemeinschaft.

Als wir den Campingplatz in Toturanui erreichten, war schon viel los, denn halb Kiwi-Land wollte Weihnachten an diesem tollen Ort verbringen. Die Strände sind goldgelb, das Wasser blau und klar, es gibt Palmen und Wälder….einfach paradiesisch.
Als erstes wurde unser provisorischer Weihnachtsbaum mit roter Girlande und Muscheln geschmückt, dann Kerzen aufgestellt und nach einem kurzen Strandbesuch begann das große Fressen – genau wie auch sonst an Weihnachten endeten wir alle völlig überfressen und kaum bewegungsfähig. Aber Barbecue an Heiligabend ist mal was anderes.
Peter machte zum krönenden Abschluss noch echten österreichischen Kaiserschmarrn. Köstlich!
Wir ließen die ganze Zeit Anns Weihnachts-CD laufen – 6 Lieder in der Dauerschleife….aber trotzdem gut um ein wenig Weihnachtsgefühle anzuregen. Abends wurde dann „Stille Nacht“ auf englisch, österreichisch und deutsch am Lagerfeuer gesungen – sehr gemütlich und feierlich! Ach ja und nicht zu vergessen: die Bescherung. Für mich gab es ein Windlicht und Wein. Ansonsten war es super angenehm mal nicht durch alle möglichen Geschäfte rennen zu müssen, um etwas Schönes für alle Lieben zu finden – auch eine ganz neue Seite an Weihnachten.
Unsere Kiwi Nachbarn waren übrigens ordentlich irritiert uns am 24. feiern zu sehen, bei ihnen gibt es am Morgen des 25. nämlich erst Bescherung.

Geplant war es nur 1 Nacht zu bleiben, aber es gefiel uns so gut, dass wir noch eine 2 Nacht buchten. Wir killten den „Christmas-Cake“ den wir gekauft hatten, Spezialität hier und unglaublich süß, und hatten einen faulen Strandtag. Abends waren die Jungs mal wieder angeln und tatsächlich erfolgreich! 4 Fische, Snapper und einen riesigen Fisch der aussah als sei er noch aus der Steinzeit. Alle wurden direkt vor meinen Augen ausgenommen – eine schrecklich blutig, glibberige Angelegenheit! Aber nachdem sie auf den Grill lagen und guten Duft verbreiteten waren sie richtig lecker! Sogar Sonja schmeckte es, und die ist normalerweise Vegetarierin.
Nach 2 tollen Tagen ging es zurück nach Takaka. Sonja und ich hatten beschlossen zusammen zu reisen und auf die Nordinsel zu traveln, bis wir Lisa wieder treffen würden. Das war für Silvester geplant.
Nächste Station für uns waren die Nelson Lakes, anschließend sollte es nach Picton und dann mit der Fähre nach Wellington gehen. Nach gut 4 Monaten auf der Südinsel ging es also wieder zurück. Ein seltsames Gefühl.

3.2.11 00:47


Bilder, die euch ein wenig neidisch machen sollen :)

Hallo ihr lieben! Endlich habe ich mal meine Fofo-Archive durchsucht und bin doch über das eine oder andere Foto gestolpert, dass ihr unbeding sehen müsst!

Viel Spaß beim anscjauen  

 

4.12.10 03:46


Erster Geburtstag bei warmen Sonnenschein-Wetter

Tja, jetzt habe ich wohl die Teenie Teit hinter mir gelassen und bin 20. Und bin jetzt schlagartig vernünftig J

Leider musste ich arbeiten, was mich aber nicht so sehr störte. Ich bekam sogar Ohrringe von  matt geschenkt, kleine Farne, die ein typisches Symbol Neuseelands sind, was mich sehr rührte, dass er an mich gedacht hatte.

Die Jungs (Paul und Chris) schenkten mir eine Flasche Weißwein, die wir am Strand beim schönsten Sonnenuntergang tranken, den wir bisher hier gesehen haben. Natürlich von den beiden persönlich bestellt .D Außerdem erkundeten wir den Beach,  hier mündet ein Fluss direkt ins Meer und man kann ihn nur bei Ebbe überqueren, um zum Strand dahinter zu gelangen. Der ist nämlich völlig einsam und noch viel schöner. Wir versuchten die Felsen zu erklettern, mussten aber feststellen, dass die nur aus gepresstem Sand zu bestehen scheinen und viel zu porös waren. Jedenfalls hatte ich einen sehr schönen, ruhigen Geburtstag, an dem ich in T-Shirt und Shorts herumlaufen konnte. Das erste Mal in 20 Jahren :D

Novembergeburtstag mal anders! Jetzt erwarte ich neugierig das Päckchen aus Deutshcland von meinen Lieben und hoffe, dass ganz viel leckeres Süßen drin ist J

 

 

26.11.10 09:34


Pancake Rocks ... manchmal laufen Dinge leichter als erwaret...

Die Pancake Rocks liegen nördlich von Grymouth und ich habe lange überlegt ob ich sie mir überhaupt ansehe, oder ob ich erst abwarte bis ich mir sicher bin ob ich nun einen Job in Franz Joseph Glacier bekomme oder nicht.

Letztlich bin ich einfach gefahren, weil ich neugierig war, ob es wirklich so schön ist wie alle erzählen.

Bei strahlendem Sonnenschein bestaunte ich die Steingebilde, die wirklich aussehen wie gestapelte Pfannkuchen und die seltsamsten Formen bilden. Besonders schön sieht es auch wenn dann die großen Wellen dagegen branden und das Wasser hoch spritzt. Nach einem Sonnenbad am Strand schlenderte ich dann zurück und gönnte mir in einem Cafe einen Kuchen, wobei mir auffiel, dass unglaublich viel los war dort – einziges Cafe weit und breit.

Ich fragte kurzer Hand ob nicht Hilfe gebraucht werde – und 5 Minuten später sagte mir der Chef einen Job zu! Ich war so glücklich! Besser hätte ich es nicht treffen können.

An einem tollen Flecken Erde (super schöner Strand mit Meer, Regenwald und ein Fluss der sich direkt an hoch aufregenden Felsformationen entlang schlängelt) einen Job finden und dann auch noch richtig Glück mit den Kollegen haben, so habe ich mir das gewünscht.

 

Am nächsten Tag konnte ich gleich anfangen. Nur waren zur abgesprochenen Zeit weder Chef  noch Chefin anwesend. Aber die findigen Angestellten nahmen mich unter ihre Fittiche und lernten mich gleich an: Kassieren. Und das bei Hochbetrieb. 3 Busse und ein wettertechnisch super schöner Tag = unglaublich lange Wareschlange, wenn ich dann an der Kasse stehe und gerade anfange Preise zu lernen. Aber gut, unter diesem Druck begriff ich ziemlich schnell, und war am Ende des Tages immerhin eher Hilfe als Ballast J

 

Seit 1 Woche hat man in dem Cafe einen Bereich aufgebaut, in dem „Tip Top“ Eis verkauft wird. Tip Top ist typisch neuseeländisch und wirbt damit nur heimische Produkte zu verwenden. Meine Hauptaufgabe sollte der Eisverkauf sein, da ich damit ja schon Erfahrung hatte. Ich bekam eine Einweisung von den Leuten von Tip Top. Und was lernte ich neu? Ja, hier in Neuseeland ist es tatsächlich verboten ins Eis zu spucken oder zu niesen, ich muss mir  einen Zopf machen und wenn Eis auf den Boden fallen sollte, darf ich es anschließend nicht mehr verkaufen….ach wirklich? Aber wenn ich mal einen Karton mit Eis öffnen sollte, wo man sieht, dass die Kühlkette an irgendeiner Stella unterbrochen gewesen sein muss: hey kein Problem, kratz einfach die obere Schicht ab, der Rest der Salmonellen ist ja tiefgefroren…ich staunte nicht schlecht, auch über die feste Konsistenz des Eises und über die Kugelformer, die so was von nutzlos sind…aber gut, man gewöhnt sich daran. 

Nächste Woche wird wohl ein Menü entworfen, und ich bekomme noch ganz viele neue Aufgaben (wie Softeis mit gefrorenen Beeren zuzubereiten), aber bisher bin ich skeptisch, ob das wirklich alles eintritt, denn das Cafe ist ziemlich unorganisiert. So kommt es auch, dass sich innerhalb eines Tages mein Tätigkeitsfeld von Eis verkaufen auch auf Küche, Frontbereich (Bedienen/Kassieren), Café machen, Kühlschränke auffüllen sowie auf Putzen am Abend erweitert hat…

Kurz: Ich bin Mädchen für alles.

Den Chef (Phil) kann eigentlich keiner wirklich ernst nehmen, zumal er ständig versucht Witze zu reißen, die aber absolut nicht lustig sind. Erst dachte ich, das läge daran, dass ich es sprachlich nicht verstehe. Aber auch die anderen sagen: er ist einfach nicht lustig und checkts selbst nicht. Sehr gerne springt er auch aus seinem Büro heraus, sieht dass noch Tische abzuräumen sind und will einem dann über Prioritäten aufklären…doof nur, wenn man gerade 5 Kunden hat, die bedient werden sollen. Da ist es natürlich klar, dass die 5 dreckigen Tische vorgehen.

Meine Kollegen haben mich gleich total lieb aufgenommen. Matt, Rien, Mellory und Aayster sind die Cafe-Macher. Matt ist eigentlich Künstler und arbeitet nur dort, weil er das Geld braucht und gerne Cafe macht. Dementsprechend quatscht er auch mehr, als dass er mit seiner Arbeit vorankommt, ist aber ein netter Kerl. Mellory arbeitet am längsten im „Wild Coast Cafe“ und wenn man irgendetwas wissen will, fragt man am besten sie, denn sie weiß 2-mal so viel bescheid, wie die zwei Chefs zusammen. Mit Aayster verstehe ich mich am besten und wir haben unseren Spaß hinter der Theke, die Kunden zu verarschen.

In der Küche springen Chris und George an der Spüle herum (jap alles noch per Hand) und fürs Kochen sind Rianne, Toni und Paul zuständig. Toni ist der neue „Superviser“ der uns koordinieren soll, tatsächlich  schafft er es aber noch nicht mal seine eigenen Aufgaben in der Küche zu bewältigen. Ihr merkt schon, alles klar durchorganisiert.

 

Mein neues Heim

 

Das „Punakaiki Beach Hostel“ ist ab sofort mein neues, vorübergehendes zu Hause. Es ist wahnsinnig schön und direkt am Strand gelegen. Vom Balkon aus sieht man das Meer und sogar Ausläufer der Pancake Rocks. Überall hört man das Geräusch der Wellen, die gegen den Strand rollen. Besonders beim Einschlafen liebe ich es, den Wellen zu lauschen, das ist total beruhigend! Bis zum Cafe sind es mit dem Auto 2 min und zu Fuß vlt 10.  Bis ich morgens meinen Arsch gehoben und dann gefrühstückt habe, muss ich doch das Auto nehmen, um noch pünktlich zu sein J

Im gleichen Hostel wohnen auch Chris und Paul, beides Arbeitskollegen

 Als erstes lernte ich aber Lina kennen, ein deutsches Mädel aus Hamburg, mit dem ich mich super gut verstand. Sie wollte eigentlich auch bis April in Neuseeland bleiben, hatte dann aber per Skype ein Vorstellungsgespräch (!) und beginnt nun im Februar ein Praktikum, an das sich eine Ausbildung anschließt. Leider musste Lina am nächsten Tag schon weiter, aber wir beschlossen und wenigstens vorzunehmen uns noch mal zu treffen.

Paul und seien Schwester (Rene) halfen diese Woche in dem Hostel (WWOOFing), wobei Rene danach zurück nach Australien kehren würde, während Paul in einem Souvinier-Laden, der neben dem Cafe ist,  zu arbeiten beginnt. Wir „Langzeit-Gäste“ sind in einem zweiten Haus untergebracht, das zwar nicht so direkt am Strand gelegen ist (50m weg), welches wir dafür aber meistens für uns alleine haben. So lange Rene zu Besuch war, klingelte alle 2 Stunden das Telefon und es war einer von Renes Boy-friends. Sie hat nämlich gleich 2 und sichtlich Probleme sie unter einen Hut zu bringen J 

Mit Chris und Paul verstehe ich mich super. Chirs ist auch am umherreisen, hat aber noch nicht viel gesehen, da er bisher meist gearbeitet hat. Er hat zu Hause (Deutschland) sein Sportstudium abgeschlossen uznd bisher noch kein Rückflugticket…ein bisschen beneide ich ihn ja jetzt schon.

Ansonsten wechseln die Leute fast täglich, aber ich finde es toll so viele Menschen verschiedener Nationalitäten kennen zu lernen. Es  sind wieder neue WWOOFer da, aus Frankreich und England. Wobei der Engländer einen schlimmeren Akzent hat als damals Greg. Und das will schon was heißen.

 

26.11.10 09:29


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