b {color:#ee88ee;} i {color:#ee88ee;} u {color:#fffff;}
Gipfelerstürmung! 1200 Höhenmeter und 1-billion-view!

Am nächsten morgen wanderte ich also früh in dieses Cafe, die Chefin war begeistert, meinte aber erst in 2 Wochen jemand zu brauchen. Schade. Aber sie meinte ich könne es in anderen Cafes versuchen, die mich aber auf 1 Woche vertrösteten, bis die Chefin wieder zurück aus dem Urlaub sei…

.

In der Zwischenzeit beschloss ich zu reisen. Meine nächste Etappe war Hokitika. Ein sehr hübsches kleines Städtchen, das sogar eine Bücherei hat (!)  und einen wunderbaren Sandstrand. Von dort aus sind farbenprächtige Sonnenaufgänge zu sehen, die ich nie vergessen werde!

Am Abend blinkten mir mal wieder überall die „Camping verboten“ Schilder entgegen und ich fragte einen älteren Herren, ob er mir einen Platz in der Nähe der Stadt empfehlen kann. Dieser Platz war dann letztlich Ians Vorgarten J Ein netter Kerl, der mir einiges aus seinem Leben erzählte und seit einem Schlaganfall sein linkes Bein und seinen linken Arm nur noch schlecht bewegen kann. Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten mir Wild-Fleisch zu kochen, aber zu einer Dusche sagt man nicht nein, als Backpacker J Ursprünglich kommt er aus Auckland, was er aber niemand verrät, weil auf der Südinsel alle die JAFAs (just another fuckin Aucklander, ja das Wort wird tatsächlich so gebraucht!) nicht leiden können. J

Nach einem guten Frühstück verabschiedete ich mich von Ian, der seine allmorgendliche Schwimm-Trainingseinheit zum Muskelaufbau in Angriff nahm.

Von Hokitika führte meine Reise weiter zum Arthurs Pass. Eigentlich hatte ich diesen auslassen wollen, da es ein gutes Stück Weg bis dorthin ist, und ins Landesinnere führt. Aber die Israelis hatten mir Bilder gezeigt und mich so überzeugt: das lasse ich mir nicht entgehen.

 

Der Weg ging praktisch stetig bergauf und ich war stolz auf meinen Troublemaker, dass er mir keine Probleme machte. Die erste Pause gönnte ich hm an einem Lookout Punkt. Dort sprangen 4 Keas herum, die kein Stück scheu waren. Ich lernte einen Guy kennen, der mit Videokamera und Mikro bewaffnet herum sprang, um die Keas zu filmen. Er machte nämlich eine Studie über die Kommunikationsweise dieser frechen Vögel. Von ihm lernte ich, dass Keas jede Farbe in ihrem Federkleid tragen außer Lila. Diese Farbenpracht bekommt man aber nur zu sehen, wenn sie fliegen. Sonst sind sie einfach nur grün. Und so was von dreist! Ein Touristen-Auto hielt und prompt saßen 2 Keas auf den Rückspiegeln, während einer die Scheibenwischer attackierte. Die Reaktion der Touristen lag irgendwo zwischen Erstaunen und Entsetzten J Sehr lustig zu beobachten.

Weiter ging es nach Athurs Pass Village  das ein kleines, verschlafenes Nest ist. Ich verweilte die Nacht auf dem DOC Campingplatz und wurde dort von einem sehr seltsamen Typen angequatscht. Der folgte mir dann auf Schritt und Tritt, von ich erst unbegeistert und dann eindeutig genervt war. Er beschloss leider die Nacht in seinem Auto auf dem Campingplatz zu verbringen und erzählte mir stolz, dass er seit 8 Jahren nicht mehr im Gefängnis gewesen sei und dass er seit 1 Jahr nur noch Weed rauche….super, das ist doch gleich viel vertrauenswürdiger! Ich schloss mich schon früh in meinem Van ein und zog alle Vorhänge zu um meine Ruhe zu haben, parkte aus Unbehagen noch mal um in die Nähe anderer Camper und war absolut unbegeistert, als er dann auch umparkte…als er dann Nachts an meinen Van klopfte hätten mich keine 20 Pferde dazu gebracht die Tür zu öffnen! Und als er dann am Van rüttelte hatte ich das aller erste Mal richtig Angst. Wahrscheinlich nicht mal nötig, aber als er nach 1 Stunde endlich aufgab und wegfuhr konnte ich trotzdem nicht schlafen.

 

Am nächsten Morgen meldete ich mich im DOC Center ab (Formular wie auf Stewart Island). Ich musste etwas umdisponieren, da man für den Avalance Peak Eispickel und so weiter gebraucht hätte…also Scotts Track. 8 Stunden, stetig bergauf bis zum Gipfel. Nach 1 Stunde traf ich auf ein Pärchen aus Berlin, und wir bestritten den Rest der Strecke gemeinsam, worüber ich echt froh war. Die beiden erinnerten mich ein wenig an Sonja und Jörg J

Nach 3,5 Stunden hatten wir 1200 Höhenmeter überwunden und standen auf dem Peak! 1882m hoch! Man stand mitten in den Wolken und wenn diese sich lichteten, konnte man die hohen weißen Spitzen der Gipfel rundherum sehen. (Ja, ich bin dabei Fotos online zu stellenJ) Am Ende unseres Aufstiegs warteten 3 Keas auf uns, die es eindeutig auf unseren Lunch abgesehen hatten.

Der Abstieg ging eindeutig schneller, und ich traf auf 2 dänische Jungs aus Blenheim, man begegnet sich hier in Neuseeland immer 2 Mal. Ich fuhr Claudia die letzten 500m bis zu deren luxuriösen Campervan, während Frank eisern auch den Rest noch lief. Nachdem wir uns brav beim DOC abgemeldet hatten trennten sich unsere Wege.

Ich fuhr in Richtung Greymouth, einer weiteren Stadt, die aber nicht all zu viel zu bieten hat, außer einem freien Wireless Internet Zugang in der Bücherei. Dort traf ich die Italienerin aus Franz Joseph wieder und schrieb unzählige Anfragen um mich für Jobs aller Arten zu bewerben. Etwas bange war mir ja schon, immerhin drohte mir falls ich nichts würde finden können die Arbeit in den Vinyards….worüber ich nur wenig begeistert wäre.

Diesen Abend fand ich ein super schönes, ungestörtes Plätzchen am Strand zum schlafen. Ich beschloss mein angefangenes („Kunst“?) Werk zu vollenden und pinselte nun auch noch die Umrisse der Südinsel Neuseelands an meinen Troublemaker. Traumhaft J Naja oder auch nicht, aber immerhin vollständig. Nachdem ich doch sehr stolz auch mich war, schlief ich mit dem Rauschen des Meeres in den Ohren ein.

26.11.10 09:02


Werbung


Im Bann der Gletscher


Es war schon Abend als ich Franz Joseph erreichte, aber ich schlug dennoch den 1stündigen Weg zum Gletscher ein, denn ich wollte die 2 Gletscher vergleichen können. Fazit: Ich finde den Franz Joseph Glacier beeindruckender.

Zurück am Parkplatz traf ich auf 4 Jungs die ebenfalls in Vans herumreisten und mich für meinen beneideten. Vor allem dafür, dass er sauber und aufgeräumt ist. Wer hätte das jemals von mir gedacht?

Jedenfalls kamen diese gerade von einem 5 ½ Stunden Walk und waren begeistert. Ich beschloss mir das für den nächsten Tag vorzunehmen und suchte mir ein Plätzchen nahe der Straße zum schlafen, wo mich glücklicher Weise niemand wegschickte.

Am Morgen musste ich feststellen, dass meine Essensvorräte komplett aufgebraucht waren, also entschied ich mich für den nur 1stündigen Douglas Track. Der führte an einem weiteren Mirror-Lake vorbei und dann nur noch durch den Regenwald. Er endete an einer Straße…ich war so enttäuscht, dass ich spontan entschied mich auf den Roberts Point Track mit immerhin 12.3 km zu begeben. Der führ eigentlich permanent bergauf und hält einige Kletterpartien über nackten Fels bereit. Beim Aufstieg hatte ich meine Zweifel, wie ist da wieder runter kommen soll.

Nach langer, langer Zeit hörte ich denn endlich Stimmen, trat um eine Ecke herum sah dort ein Pärchen aus Kanada und eine Französin sitzen. Ich begann mit ihnen zu reden und dachte mir: hm, das ist jetzt das Ende?…und die 3 hatten so ein komisches Grinsen im Gesicht…da drehte ich mich um und wurde bald erschlagen vom Gletscher, so nah schien der!

Man konnte ihn komplett überblicken und das war der Mühe wirklich wert! Die 3 waren so lieb und fütterten mich mit durch, da ich ja keinen Proviant hatte. Unter anderem aß ich das erste Mal in meinem leben getrocknete Feigen! Das hätte ich bestimmt überall erwartet, aber nicht irgendwo in Neuseeland auf einem Berg, in der Gesellschaft von Franzosen...War übrigens sehr lecker. Leider musste ich aber feststellen, dass mein Französisch ziemlich eingerostet ist…aber da hier viele Franzosen herumreisen habe ich vlt noch Gelegenheit das aufzufrischen.

Wir sahen noch ein paar andere Wanderer ankommen (u. a. ein nettes Paar aus Österreich, das total am Ende war) und alle reagierten gleich, sobald sie sich umdrehten – Erstaunen! Ist auch einfach überwältigend!

Der Rückweg ging um einiges schneller, wobei man an vielen Stellen langsam tun musste, da der Fels zu steil oder nass und dadurch rutschig war. Nach 6 Stunden wandern hatte ich genug und fuhr ins Dorf Franz Joseph, um etwas leckeres und vor allem warmes zu Essen und auszuruhen.

In dem Cafe wurde ich dann angesprochen, ob ich nicht einen Job suchte. Und ja, ich muss mal wieder was verdienen und dementsprechend war ich begeistert. Die Chefin wäre am nächsten morgen zu sprechen.

Ich gönnte mir diese Nacht ein Hostel (das erste Mal seit ich meinen Van habe, abgesehen von der Nacht in Queenstown&hellip und muss sagen Duschen und eine richtige Küche sind nicht zu verachten J Es gab ca 80% Deutsche im Hostel und ich war froh in ein Zimmer gesteckt zu werden, in dem neben einer Italienerin (Maria) und einem Kanadier noch 3 Israelis untergebracht waren. Ich war also die Quotendeutsche…

Ich kam mit Maria ins Gespräch, die meinte Neuseeland habe ja nur Berge und Strand, das wäre landschaftlich auch schon alles…äm was? Hat sie ihre Augen die ganze Zeit geschlossen? Die Israelis waren super nett:  Nevill, Arim und den dritten Namen habe ich nicht verstanden…die kamen direkt von der Army (3 Jahre Wehrdienstpflicht) bei der sie sich für 8 Jahre verpflichtet hatten. Beides Piloten und wirklich humorvoll. Sie haben 2 Monate frei, dann müssen sie zurück - das letzte Jahr absolvieren.

Am Abend fragten sie mich, ob ich nicht mit ins Pub wollte und da ich sowieso nicht auf TV stehe: klar, warum nicht?

Natürlich kam es nicht in Frage, dass ich mein Bier selbst zahlte, aber ich durfte als „deutsche Expertin“ entscheiden, welches Bier getrunken wird. Meiner Meinung nach sind fast alle neuseeländischen Biere wässrig.

Die zwei genossen ihren ersten Urlaub seit 7 Jahren und vor allem die Freiheit. Sie ließen ihren Bart wachsen, weil sie das bei der Army nie dürfen, trinken Alkohol, was sonst auch verpönt ist und Arim hatte sich eine Jadekette gekauft. Ihr ahnt es: Schmuck zu tragen ist auch verboten. Sie hatten schon Pläne nachdem sie ihre Pflichtjahre angeleitet haben, nämlich als Airline Piloten ordentlich Kohle scheffeln. Das ist natürlich praktisch, wenn du die Ausbildung quasi aufgedrückt bekommst.

Die drei wollten mich unbedingt davon überzeugen mit ihnen einen mehrtägigen Track zu laufen, den ich eigentlich mit Lisa geplant hatte, aber ich entschied mich dagegen, da mich das wieder gen Süden geführt hätte. Da waren sie fast beleidigt…empfohlen mir aber den Avalance Peak Track am Arthurs Pass.

Wir trafen noch 3 andere Israelis, deren Namen mehr als fremd klangen. Die zwei Mädels verkauften „Totesmeer Beauty Produkte“ und ich hatte einen Lachkrampf, als sie ihr Verkaufslächeln aufsetzten und ihren Text abspulten…

 

 

17.11.10 09:45


Sky Dive! 12000ft! Jetzt aber wirklich!


Wohooo! Oder so ähnlich muss sich mein Schrei angehört haben, als ich mich aus 12000 ft in die Tiefe stürzte! Oder eher gestürzt wurde!

Erst sah es wieder so aus, als wäre es nicht möglich, aber Fox Glaciers Wetter enttäuschte mich nicht.

Erstmal durfte ich einen traumhaft schönen Sprunganzug anziehen (rot/schwarz) und dann wurde ich angewiesen, was ich wann zu machen habe. Olli, mein Tandemspringer, war total nett und mir auf Anhieb sympathisch. Dann ging es auch schon ins Flugzeug, das erstaunlich klein war, und ab in die Luft! Unglaublich, es ging richtig los!

So ganz realisiert hatte ich das ganze bis dahin noch nicht. Die Aussicht war bombastisch! Zuerst gab es nämlich einen 20minütigen  Rundflug und ich sah all die Gletscher und Berge von oben (Mt. Cook, Tasman&hellip wahnsinnig beeindruckend. Und ich schoss ganz ganz viele Bilder. Die werde ich natürlich online stellen J Man durfte seine Kamera nämlich mitnehmen, und musste nichts dafür zahlen, genial!

Kaum hatte ich mich an den Anblick der Berge gewöhnt. Öffnete sich auch schon die Tür des Flugzeugs…und meine Beine baumelten 12000 ft über dem Boden. Wahnsinns Gefühl! Bevor ich wirklich ins Grübeln kommen konnte war, ob ich immer noch springen will oder nicht, wurde mein Kopf nach hinten gezogen (Signal dafür das es los geht) und mit einem Überschlag waren wir in der Luft – 45 Sec Freifall! Das ist unbeschreiblich, der Wind peitscht dir ins Gesicht….Toll!

Mit uns sprang noch ein Instructor, der knapp neben mir vorbei raste und ein Video drehte. (zur Übung ich war die einzige, die um diese Zeit sprang) Darauf konnte ich dann später sehen, wie blöd es aussieht, wenn der Wind deine Backen Richtung Ohren drückt :D

Wirklich beginnen zu genießen kann man dann das Dahinsegeln, sobald der Fallschirm geöffnet ist. Olli bot mir an ein paar Kreisel zu drehen, und da sagte ich natürlich nicht nein. Sehr cool! Verursacht ein Gefühl wie Achterbahn fahren im Magen.

Für meine Vorbildliche Landung wurde ich am Boden erstmal gelobt, und auch mein Schrei ist angeblich der beste für Wochen gewesen. (stolz sei) Am liebsten würde ich es gleich noch mal machen, wären da nicht diese horrenden Summen zu zahlen…

 

Die Jungs gaben mir noch Tipps, was ich unbedingt sehen muss, und wo ich am besten die Nacht mit meinem Campervan verbringen kann, dann ging es für mich weiter nach Franz Joseph Glacier. Wow, ich habe mich getraut!

 

17.11.10 09:41


Haast - Wohnfeld Neuseelands: es gibt nicht mal Bankautomaten!


Auf einem DOC Campingplatz startete ich dann die Aktion Van verschönern. Matt hatte in Christchurch auf alle Roststellen Zeug geschmiert das verhindert, dass sich der Rost ausbreitet. Sollte eigentlich wieder abwaschbar sein…aber ich hatte es so lange drauf gelassen, dass die Sonne es richtig eingebrannt hatte…und es war sehr mühsam….nach 2 Stunden ging ich von der Abkratz-Methode dazu über es einfach mit weißer Farbe von Mr. Mojo zu übermalen. Sehr viel effizienter! Aber nach der Aktion war ich entnervt. Wenn das mein Troublemaker mal zu schätzen weiß!

Dann ging es endlich weiter nach Haast, wo Lisa den nächsten Monat in einer Art Motel verbringen wird, um zu arbeiten. Das Motel sah auch so ganz niedlich aus, nur der Ort an sich hat gelinde gesagt beschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten: 1 Supermarkt, 1 Cafe….und das wars dann auch schon. Kein Bankautomat, die Bürgersteige werden zwischen 4 und 5 hochgeklappt… Der Besitzer des Motels schickte uns in den Nachbarort, da sei ein großes Fest…das erinnerte mich ungefähr an die Kirmes in Nieder-Ohmen. Aber ich glaube da waren wirklich alle Menschen aus der Region…nur wir passten nicht darein. Natürlich wurden wir als „fremde“ erstmal angegafft und blieben auch nicht lange…

Highlight war ein Oldtimer und Landwirtschaftsmaschinen Fuhrpark den man sich ansehen konnte….wie aufregend. Ein wenig bemitleide ich Lisa ja schon, dass sie es dort aushalten muss. Aber sie nahm es pragmatisch: „wenigstens spare ich Geld, wenn hier nichts ist, für das ich es ausgeben könnte“. Auch wieder wahr.

Alleine ging es für mich weiter zum Fox Glacier. Ein sehr toller Ort, mit noch besserem Wetter!

17.11.10 09:39


Wanaka – kleine Stadt, große Enttäuschung


 

Wanaka ist ein wunderschönes, am See gelegenes Städtchen, mit vielen kleinen Geschäften und guten Cafes. Nach dem ersten Besuch in der I-Site stand für mich fest: das ist der Platz an dem ich Sky Dive (Fallschirmspringen) machen möchte. Für meine Verhältnisse war es erstaunlich, wie schnell ich mich entschieden hatte und eine Stunde später saß ich auch schon im Bußchen und füllte das Formular aus, das mich unfähig macht die Firma zu verklagen, falls mir etwas passieren sollte. Aber wenigstens die Statistik spricht dagegen, dass dieser Fall eintreten sollte. Angekommen war ich schon etwas nervös….grundlos, wie sich herausstellen sollte, denn das Wetter scherte sich nicht um meine Pläne. Trotz strahlender Sonne war der Wind zu stark. Enttäuscht und auf den nächsten Tag vertröstet wurde ich zurück in die Stadt gefahren. Doch auch am nächsten Tag wollte mir das Wetter nicht meinen Spaß gönnen. Grund diesmal: Zu tiefe Wolken.

Ich war gewillt noch bis zum nächsten Morgen zu warten, und mir wurde sogar in Aussicht gestellt als aller erste aus dem brandneuen orangefarbenen Flugzeug zu springen…Blöd nur, dass daraus nichts wurde. Ja ihr erratet es: Ich saß bereits wieder vor Ort, diesmal weniger aufgeregt, denn ich glaube ohnehin nicht daran, und sollte Recht behalten. Kein Sprung auch an diesem Tag…zu viel Wind.

Ich war ziemlich enttäuscht und traurig, da war ich mir doch so sicher gewesen und dann spielt das Wetter nicht mit. Oder vielleicht sollte das auch mal wieder eine Fügung sein, die man erst später erkennt.

Immerhin konnten Lisa und ich in der ausreichenden Wartezeit einen Walk machen, der und auf einen Berg führte von dem aus man einen super Ausblick hatte. Wanaka ist von Bergen umgeben und an einem See gelegen. Eine Augenweide. (besonders aus der Luft…wenn man den dor hingelangt wäre..)

Außerdem besuchten wir „Puzzling World“, wo sich alles um Puzzels, Illusionen und so weiter drehte. Wirklich coole Ausstellung, die ordentlich die Sinne täuscht. Zum Beispiel gibt es einen Raum, in dem der Boden komplett schräg ist und dort hinein hat man einen Billardtisch gebaut, auf dem die Kugeln bergauf kullern. Oder einen bergauf fließenden Wasserfall. Irgendwie faszinierend. Lisa und mich hat aber erst das Labyrinth fertig gemacht. Ok zu unserer Verteidigung: es war der Tag gewesen an dem wir wegen potentieller SkyDive Möglichkeit früh aufstehen mussten, aber wir waren selbst nach einiger (gefühlten Stunden) Zeit nicht in der Lage alle Ecken des Labyrinths abzulaufen…..wir gaben nach 2 Ecken auf…ja ich weiß beschämend J

Besonders schön war das Kino (Paradiso, erst dachten wir es wäre ein Puff wegen dem Namen) das hatte statt Sitzen nur super bequeme Sofas und sogar einen VW Käfer, in den man sich setzen konnte. Man konnte Pizza bestellen und dort essen, wie zu Hause eben. Die meisten zogen auch die Schuhe aus. Um das Bild perfekt zu machen war auch noch der Inhaber total lustig und verarschte sein Publikum, in dem gerade mal 2 Kiwis saßen - tolle Stimmung. Das Beste aber waren die frisch gebackenen Cookies. Unglaublich lecker! Lisa und dich konnten natürlich nicht widerstehen:D

Aber um den Film  nicht unerwähnt zu lassen: der Titel war „Skin“ und spiele in Süd Afrika zu Zeiten der Apartheid  Sehr bedrückend und unglaublich, dass das noch bis in die 80/90ger Jahre aufrechterhalten wurde…

Als wir schließlich Wanaka verließen und nach Haast aufbrachen (Lisa hatte dort einen Job ergattert) gab es einiges auf dem Weg zu sehen, vor allem wieder Wasserfälle. Klingt komisch, aber man gewöhnt sich selbst an die Schönheit der Natur, wenn sie einen so permanent umgibt.

17.11.10 09:29


Noch mal, noch mal!

Jet Boat fahren ist so toll! Wir hatten eine Tour gebucht, die zwar nicht die billigste war, dafür aber in einem Canyon stattfand. Und das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt! Unser Guide war richtig lustig und wir waren eine kleine Gruppe von 6 Leuten, wobei die anderen 4 alle Australier waren. Und die haben sich ordentlich mit den Kiki-Guide gekappelt. Wir haben die ganze Fahrt gelacht und die Strecke war spektakulär. Es ging auf einer schmalen Schotterpiste Richtung Canyon, am Rand der Straße war unmittelbar der Abgrund. Eine Frau der Gruppe hatte Höhenangst und konnte die Fahrt leider nicht genießen! Dabei war es wirklich atemberaubend, man hatte einen super Blick über das Tal, in dem Queenstown liegt und über Lake Wakatipu. Und dann immer wieder Berge, die hoch aufragen. Einfach toll. Während der Fahrt bekamen wir auch einiges über die Geschichte Queenstowns erzählt, das durch einen Goldrausch in den 1890er Jahren erst so groß wurde. Es muss unermesslich viel Anstrengungen gekostet haben die Straße in das abgelegene, goldverheißende Tal zu bauen. Einige, wenige Goldschürfer Hütten sind noch erhalten. Die Jet Boat fahrt war absolut klasse, Wahnsinn wie schnell diese Teile werden und der Fahrer lenkte so haarscharf an Felskanten vorbei, dass man manches Mal schon die Luft anhielt. Am tollsten waren aber die Spinns! Zwischendurch bekam man immer mal wieder war über die Geschichte erzählt, so sahen wir die erste Brücke von der jemals Bungee gesprungen wurde, die aber mittlerweile nicht mehr rentabel ist. Denn die Leute wollen sich damit brüsten können den höchsten Sprung gewagt zu haben, und es haben viele und höhere Sprungstellen eröffnet. Die Pipeline-Bridge ist leider geschlossen. Außerdem wurde in diesem Canyon die Szene in Herr der Ringe gedreht, in der Arven mit verletztem Frodo vor den Nasgul davon reitet und dann den Fluss gegen die Reiter lenkt. Und es sieht genauso aus dort. Man hat wohl auch wirklich den Fluss aufgestaut und dann für den Dreh dem Wasser seinen Lauf gelassen. Zum Abschluss der Tour bekamen wir die Aufgabe jeder einen großen Wunsch-Stein im Flussbett zu suchen. Die wurden mitgenommen, um später auf der Skipper-Bridge eine Art Ritual abzuhalten: Erstens Stein streicheln, zweitens ganz fest wünschen, dann den Stein küssen und von der 120m Brücke werfen. Beim Auftreffen, nach gefühlten 10 sec, hörte es sich an wie ein Revolver Schuss. Unglaublich laut. Und von der Brücke sind Leute gesprungen….ist mir unbegreiflich, wie man sich das trauen kann! Bleibt nur zu hoffen, dass die Wünsche auch in Erfüllung gehen. Noch am gleichen Tag trafen wir Pascal und wanderten mit ihm zusammen den höchsten Hügel hier um Queenstown hoch. Sehr anstrengend, aber die Sicht belohnte uns ausreichend. Wir hätten auch mit der Gondel hochfahren können, aber da wir ja beim Jet Boat fahren schon genug Geld ausgegeben und außerdem schadet es ja nicht die Fitness etwas zu verbessern  Auch für die Entstehung des Sees Wakatipu existiert eine Maori Legende. Ein Häuptling hatte eine wunderschöne Tochter, der er es nicht erlaubt ihren Geliebten zu heiraten. Eines Tages wurde sie von einem Giganten entführt und der besorgte Vater versprach demjenigen, der ihm seine Tochter zurückbringt, sie ihm zur Frau zu geben. Das war die Chance des Maori-Jungen: denn er wusste, dass bestimmte West-Winde den Giganten zum schlafen bringen. Also schlich er sich an und löste mit der Kraft seiner Liebe die magischen Fesseln und brauchte die Tochter wohlbehalten zu ihrem Vater. Nach der Heirat kehrte er in die Berghöhle des schlafenden Giganten zurück, um ihn zu töten damit die Maoris für immer in Frieden im Tal leben können. Er entzündete ein Feuer, weöches den Giganten erfasste und er schmolz dahin. Sein Fett floss die Berge herunter und sammelte sich im Tal – und so entstand Lake Wakatipu. Also ist es gar kein Wasser, sondern Giganten-Fett.  Zurück bei den Vans lernten wir Ronans Mitbewohner kennen, der schon 3 Jahre hier in NZ ist, es liebt und ursprünglich aus Chile kommt. Er hieß uns gleich willkommen und sagte wir sollten uns wie zu Hause fühlen. Die Gastfreundschaft hier ist einfach unglaublich! Ich bin immer wieder erstaunt, aber vlt liegt das auch daran, dass in es in Deutschland einfach nicht üblich ist wildfremde Leute in sein Haus ein und ausgehen zu lassen. Wir hatten geplant uns an diesem Abend wieder mit den Australiern zu treffen, was letztlich, nach 30 min Teffpunkt-such-Spiel auch klappte. Die Mädels erzählten, dass bevor sie dran waren mit Bungee springen, ein Mädel selbst nach 3 mal Countdown noch oben stand! Es bekam dann einen leichten Stoß in den Rücken….und schon war es auf dem Weg in den Abgrund  Den Zweien hat es jedenfalls gut gefallen und auch Pascal hatte sich getraut und es so toll gefunden, dass er gleich noch mal sprang! Wir saßen zu 8. in einem gemütlichem Pub, das aber früh schloss und dann übernahm Schlisa die Führung der Gruppe, verfehlte zwar die Kneipenstraßen, fand dafür aber die „Wold Bar“. Scheinbar gibt es davon eine in Sydney, denn die Aussis waren hellauf begeistert! Und ich muss zugeben: es hat einfach Stil aus Teekannen Long Island Ice Tea zu trinken  Die Musik war zwar weniger gut, aber trotzdem hatten wir eine tolle Nacht, die um 3 Uhr wieder mal bei „Furg Burger“ endete. Zurück im Van waren Lisa und ich noch zu aufgedreht und spielten noch Gitarre, bzw sangen schief dazu. Ich hoffe nur mein Van ist schalldicht :D
4.11.10 06:24


Queenstown – Halloween, an Zäunen klammernde Japaner und bescheuerte Hostelinhaber…

 

An der Tankstelle in Te Anau rannten uns zwei Hitch-Hiker in die Arme, die nach Queenstown wollten. Sie hatten ihren Bus verpasst und nun waren 2 ihrer Kumpels schon in Queenstown und sie mussten auch noch irgendwie dahin. Zu 4. machten wir uns auf die 177 km lange Strecke. Also doch noch an diesem Tag nach Queenstown.

Pascal & Raphael sind Brüder aus Australien (Sydney) und hatten gerade den Milford Track absolviert. Ich war sehr neidisch, vor allem als Raph mir Fotos zeigte, während wir am Straßenrand eine Zwangspause hatten, weil Mr. Mojo mal wieder überhitzt war und Wasser brauchte. 

Die zwei sind total nett und ziemlich lustig. Pascal, der bei mir mitfuhr, hatte schon Europa bereist und hatte super interessante Dinge zu erzählen.

Die Jungs checkten ins „flaming Kiwi“ ein und trafen dort ihr voran gereisten Freunde (John&Leon)wieder, die schon ordentlich gebechert hatten…Wir parkten auf dem Parkplatz und konnten dort duschen. Anschließend wurden wir auf einen „Furgburger“ eingeladen, das ist ein Muss hier in Queenstown und in ganz NZ bekannt. Dort trafen wir auf 2 Mädeln (auch aus Sydney) die ebenfalls den Milford Track gelaufen waren. Leider hatte John schon so viel getrunken, dass er beim Anblick seines Burgers eher aufpassen musste sich nicht zu übergeben. Er wurde vorsorglich an einen anderen Tisch gesetzt, worüber ich kurze Zeit später auch  ziemlich froh war… Ich bemitleidete ja den Menschen, der dann putzen durfte…jedenfalls war der Abend für John gelaufen, er wurde zurück ins Hostel gebracht.

 

Wir Mädels und Pascal zogen weitert in eine Bar, aber bald verabschiedeten sich Mädels aus Sydney, weil sie am nächsten Morgen Bungee springen wollten, und am Abend schon ordentlich nervös waren.

In der Nächsten Bar stießen wir wieder Raph und die anderen und stürmten die Tanzfläche. Die meisten Leute waren Kostümiert und ich war ziemlich traurig keins zu haben L Es gab sogar ein Cookie-Monster, mit dem ich mich natürlich fotografieren lassen musste. Schlis und ich haben jedenfalls einige Ideen für die nächste Fasching Saison, denn die Kiwis sind ziemlich kreativ J

Wir lernten jede Menge Leute kennen, unter anderem einen Japaner, Ronan, der uns für die nächsten Tage anbot bei ihm zu parken und zu schlafen. Sehr lustiger Typ, im Laufe der Nacht hat er sich 3 mal bei mir verabschiedet, weil er am nächsten Morgen um 8 Uhr arbeiten müsse. Letzten Endes blieb er aber doch bis zum Schluss. J

Als die Lichter angingen mussten wir weiterziehen und stolperten in eine kleine Kellerbar, die total überlaufen war, aber gute Musik spielte.

Um 5 Uhr schliefen wir dann tief und fest im Van, aber wir rechneten nicht mit der Hostelbesitzerin, die morgens um 8 Uhr klopfte und ihr Geld forderte: das sei ihr Privatparkplatz und wir dürften dort nicht einfach parken. Ich war noch viel zu verschlafen, um irgendwas zu checken und bezahlte dann halt. War ja auch ok, nur diese dumme Kuh spielte sich auf, als hätten wir sonst was angestellt oder irgendjemand verletzt…jedenfalls war sie total ätzend und als wir dann die Dusche benutzen wollten (schließlich hatten wir ja bezahlt) meinte sie wir hätten  nur noch 20 min, dann würden die Duschen gereinigt und um 10 Uhr müssten wir auschecken. Ich kann ja verstehen, dass sie sich geärgert hat, aber so ungehalten und unhöflich zu sein, das ist mehr als übertrieben.

Jedenfalls fuhren wir 2 Häuser weiter zu Ronan und parkten halt dort – und das um sonst.

 

2.11.10 04:52


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]


Links
Startseite
Gästebuch
Abonnieren
Bilder
Archiv
Lisa's Blog
Restzeit
Gratis bloggen bei
myblog.de