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Pancake Rocks ... manchmal laufen Dinge leichter als erwaret...

Die Pancake Rocks liegen nördlich von Grymouth und ich habe lange überlegt ob ich sie mir überhaupt ansehe, oder ob ich erst abwarte bis ich mir sicher bin ob ich nun einen Job in Franz Joseph Glacier bekomme oder nicht.

Letztlich bin ich einfach gefahren, weil ich neugierig war, ob es wirklich so schön ist wie alle erzählen.

Bei strahlendem Sonnenschein bestaunte ich die Steingebilde, die wirklich aussehen wie gestapelte Pfannkuchen und die seltsamsten Formen bilden. Besonders schön sieht es auch wenn dann die großen Wellen dagegen branden und das Wasser hoch spritzt. Nach einem Sonnenbad am Strand schlenderte ich dann zurück und gönnte mir in einem Cafe einen Kuchen, wobei mir auffiel, dass unglaublich viel los war dort – einziges Cafe weit und breit.

Ich fragte kurzer Hand ob nicht Hilfe gebraucht werde – und 5 Minuten später sagte mir der Chef einen Job zu! Ich war so glücklich! Besser hätte ich es nicht treffen können.

An einem tollen Flecken Erde (super schöner Strand mit Meer, Regenwald und ein Fluss der sich direkt an hoch aufregenden Felsformationen entlang schlängelt) einen Job finden und dann auch noch richtig Glück mit den Kollegen haben, so habe ich mir das gewünscht.

 

Am nächsten Tag konnte ich gleich anfangen. Nur waren zur abgesprochenen Zeit weder Chef  noch Chefin anwesend. Aber die findigen Angestellten nahmen mich unter ihre Fittiche und lernten mich gleich an: Kassieren. Und das bei Hochbetrieb. 3 Busse und ein wettertechnisch super schöner Tag = unglaublich lange Wareschlange, wenn ich dann an der Kasse stehe und gerade anfange Preise zu lernen. Aber gut, unter diesem Druck begriff ich ziemlich schnell, und war am Ende des Tages immerhin eher Hilfe als Ballast J

 

Seit 1 Woche hat man in dem Cafe einen Bereich aufgebaut, in dem „Tip Top“ Eis verkauft wird. Tip Top ist typisch neuseeländisch und wirbt damit nur heimische Produkte zu verwenden. Meine Hauptaufgabe sollte der Eisverkauf sein, da ich damit ja schon Erfahrung hatte. Ich bekam eine Einweisung von den Leuten von Tip Top. Und was lernte ich neu? Ja, hier in Neuseeland ist es tatsächlich verboten ins Eis zu spucken oder zu niesen, ich muss mir  einen Zopf machen und wenn Eis auf den Boden fallen sollte, darf ich es anschließend nicht mehr verkaufen….ach wirklich? Aber wenn ich mal einen Karton mit Eis öffnen sollte, wo man sieht, dass die Kühlkette an irgendeiner Stella unterbrochen gewesen sein muss: hey kein Problem, kratz einfach die obere Schicht ab, der Rest der Salmonellen ist ja tiefgefroren…ich staunte nicht schlecht, auch über die feste Konsistenz des Eises und über die Kugelformer, die so was von nutzlos sind…aber gut, man gewöhnt sich daran. 

Nächste Woche wird wohl ein Menü entworfen, und ich bekomme noch ganz viele neue Aufgaben (wie Softeis mit gefrorenen Beeren zuzubereiten), aber bisher bin ich skeptisch, ob das wirklich alles eintritt, denn das Cafe ist ziemlich unorganisiert. So kommt es auch, dass sich innerhalb eines Tages mein Tätigkeitsfeld von Eis verkaufen auch auf Küche, Frontbereich (Bedienen/Kassieren), Café machen, Kühlschränke auffüllen sowie auf Putzen am Abend erweitert hat…

Kurz: Ich bin Mädchen für alles.

Den Chef (Phil) kann eigentlich keiner wirklich ernst nehmen, zumal er ständig versucht Witze zu reißen, die aber absolut nicht lustig sind. Erst dachte ich, das läge daran, dass ich es sprachlich nicht verstehe. Aber auch die anderen sagen: er ist einfach nicht lustig und checkts selbst nicht. Sehr gerne springt er auch aus seinem Büro heraus, sieht dass noch Tische abzuräumen sind und will einem dann über Prioritäten aufklären…doof nur, wenn man gerade 5 Kunden hat, die bedient werden sollen. Da ist es natürlich klar, dass die 5 dreckigen Tische vorgehen.

Meine Kollegen haben mich gleich total lieb aufgenommen. Matt, Rien, Mellory und Aayster sind die Cafe-Macher. Matt ist eigentlich Künstler und arbeitet nur dort, weil er das Geld braucht und gerne Cafe macht. Dementsprechend quatscht er auch mehr, als dass er mit seiner Arbeit vorankommt, ist aber ein netter Kerl. Mellory arbeitet am längsten im „Wild Coast Cafe“ und wenn man irgendetwas wissen will, fragt man am besten sie, denn sie weiß 2-mal so viel bescheid, wie die zwei Chefs zusammen. Mit Aayster verstehe ich mich am besten und wir haben unseren Spaß hinter der Theke, die Kunden zu verarschen.

In der Küche springen Chris und George an der Spüle herum (jap alles noch per Hand) und fürs Kochen sind Rianne, Toni und Paul zuständig. Toni ist der neue „Superviser“ der uns koordinieren soll, tatsächlich  schafft er es aber noch nicht mal seine eigenen Aufgaben in der Küche zu bewältigen. Ihr merkt schon, alles klar durchorganisiert.

 

Mein neues Heim

 

Das „Punakaiki Beach Hostel“ ist ab sofort mein neues, vorübergehendes zu Hause. Es ist wahnsinnig schön und direkt am Strand gelegen. Vom Balkon aus sieht man das Meer und sogar Ausläufer der Pancake Rocks. Überall hört man das Geräusch der Wellen, die gegen den Strand rollen. Besonders beim Einschlafen liebe ich es, den Wellen zu lauschen, das ist total beruhigend! Bis zum Cafe sind es mit dem Auto 2 min und zu Fuß vlt 10.  Bis ich morgens meinen Arsch gehoben und dann gefrühstückt habe, muss ich doch das Auto nehmen, um noch pünktlich zu sein J

Im gleichen Hostel wohnen auch Chris und Paul, beides Arbeitskollegen

 Als erstes lernte ich aber Lina kennen, ein deutsches Mädel aus Hamburg, mit dem ich mich super gut verstand. Sie wollte eigentlich auch bis April in Neuseeland bleiben, hatte dann aber per Skype ein Vorstellungsgespräch (!) und beginnt nun im Februar ein Praktikum, an das sich eine Ausbildung anschließt. Leider musste Lina am nächsten Tag schon weiter, aber wir beschlossen und wenigstens vorzunehmen uns noch mal zu treffen.

Paul und seien Schwester (Rene) halfen diese Woche in dem Hostel (WWOOFing), wobei Rene danach zurück nach Australien kehren würde, während Paul in einem Souvinier-Laden, der neben dem Cafe ist,  zu arbeiten beginnt. Wir „Langzeit-Gäste“ sind in einem zweiten Haus untergebracht, das zwar nicht so direkt am Strand gelegen ist (50m weg), welches wir dafür aber meistens für uns alleine haben. So lange Rene zu Besuch war, klingelte alle 2 Stunden das Telefon und es war einer von Renes Boy-friends. Sie hat nämlich gleich 2 und sichtlich Probleme sie unter einen Hut zu bringen J 

Mit Chris und Paul verstehe ich mich super. Chirs ist auch am umherreisen, hat aber noch nicht viel gesehen, da er bisher meist gearbeitet hat. Er hat zu Hause (Deutschland) sein Sportstudium abgeschlossen uznd bisher noch kein Rückflugticket…ein bisschen beneide ich ihn ja jetzt schon.

Ansonsten wechseln die Leute fast täglich, aber ich finde es toll so viele Menschen verschiedener Nationalitäten kennen zu lernen. Es  sind wieder neue WWOOFer da, aus Frankreich und England. Wobei der Engländer einen schlimmeren Akzent hat als damals Greg. Und das will schon was heißen.

 

26.11.10 09:29
 


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