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Weihnachten im Paradies und gute Vorsätze…

Ach ja, die (Schreib)Faulheit hat mich ergriffen! Eigentlich war nämlich einer meiner guten Vorsätze für das Jahr 2011 euch wieder regelmäßig auf den neusten Stand zu bringen. Doof nur, dass wir schon fast Februar haben. Also 2 Monate ohne jegliche Einträge! Ich versinke im Boden vor Scham und beteuere Besserung!
Seitdem hat sich einiges zugetragen,, Pläne sind gemacht worden und haben sich midestens 3 mal geändert…Reisealltag also.
Ja mein Päckchen zum Geburtstag habe ich mittlerweile aufgegeben, Punakaiki verlassen (ein wenig traurig, sich von all den lieben Menschen zu verabschieden), und mittlerweile bin ich auf der Nordinsel und mit Schlisa und Sonja unterwegs. Ich WOOFe momentan in einem Hostel und zähle die Tage, bis mich Manuel besuchen kommt. Aber euer letzter Stand liegt noch einige Zeit zurück…
Meine Weihnachtszeit hier in Neuseeland, wird mir für immer unvergesslich bleiben! Während ihr nämlich nahezu in Schneemassen erstickt seid, habe ich mein aller erstes warmes Weihnachten am Strand verbracht! Genauer gesagt in Toturanui, nähe Takaka, das in der Golden Bay liegt.
Ich bin mit Christian (einem Arbeitskollegen) von Punakaiki aus gen Norden gefahren, dort wollten wir uns mit Freunden von ihm treffen. Ann und Jan. Die brachten Peter mit, der wiederum 2 HitchHiker auf der Straße aufgabelte. (Unsere Gruppe wuchs also von ganz alleine immer weiter an)In Takaka, wo wir die Tage vor Heiligabend verbrachten, trafen wir zufällig noch auf alte Bekannte, Julia und Max.
 Takaka bereitete uns keinen schönen Empfang, denn es regnete in Strömen. Deshalb verbrachten wir (mit 3 Vans) die Nacht unter der Brücke, wo man wenigstens von oben trocken war. Wir waren aber bei weitem nicht die einzigen, wir trafen dort Dave, einen Maori, der unglaublich gut Gitarre spielen konnte und sich zu unserer Runde gesellte und noch an die 10 andere Camper hatten unter der Brücke Zuflucht gesucht.
Peter hatte sich einen Adventskranz gebastelt und so saßen wir mitten im Regen und doch im Trockenen um 4 festlich leuchtende Kerzen, kochten zusammen und stimmten zu Peters Gitarrenspiel schon mal Weihnachtslieder an. Zusammen schlachteten wir das Weihnachtspaket, das Ann und Jan geschickt bekommen hatten: lecker Lebkuchen aus Deutschland!
David spielte uns ein paar Maori-Songs vor und erzählte uns einiges von sich und davon, dass die Pakeha in Neuseeland die Maoris noch immer nicht als ebenbürtig akzeptieren würden. Bis spät in die Nacht saßen wir zusammen. Das HitchHiker - Pärchen, das wir aufgegabelt hatten kam aus Belgien. Sie waren zuvor in Indien gewesen, halfen dort einer Organisation die Frauen unterstütze, die am Existenzminimum lebten. Es war wahnsinnig interessant und unbegreiflich, wie das Kastensystem in Indien immer noch so viel Bedeutung haben kann.

Es wurde ziemlich spät, aber am nächsten morgen war ich schlagartig wach, als die Polizei bei uns klopfte. Schock! Ich habe schon damit gerechnet Strafe zahlen zu müssen, aber im Gegenteil, die Officer wollten uns nur vor dem ansteigenden Fluss warnen, der wegen des starken Regens über die Ufer getreten war, bald würde die Flut hereinkommen, wir müssten aufpassen, sonst würden wir weggespült werden.
So entspannt wie die Polizisten ist auch ganz Takaka. Es scheint als seien hier alle Hippies und Alternativen Menschen Neuseelands zusammen gekommen. Die ganze Stadt wimmelt voll kleiner niedlicher Geschäfte und alternativ angezogenen Leuten. Alle scheinen entspannt zu sein, woran der immer wieder durch die Straßen ziehende Geruch von Gras sicher auch nicht unbeteiligt ist….bestes Beispiel: Ann, Chris und ich sitzen in einem Cafe als plötzlich eine Mittfünfzigerin vor uns auftaucht – pinkes Kleidchen, rosa  Leggins, Flügelchen auf dem Rücken und „Zauberstab von Barbie“ in der Hand.
Ob sie uns nicht unsere liebsten Wünsche erfüllen soll? Aber klar doch! Und was passiert? Begeistert schlägt sie auf ihren Stab, der eine Melodie spielt, schwenkt ihn einmal durch die Luft, strahlt mich an und sagt: „May all your wishes come true!“ Zu lustig! Bevor ich meinen vor Erstaunen geöffneten Mund wieder schließen kann, ist sie schon zum nächsten Tisch weitergeschwebt. Das ist Takaka pur! Ich fühlte mich pudelwohl!

Da die Männer sich bei einem mehrtägigem Walk austoben wollten, blieben Ann und ich alleine zurück, doch wir machten uns einen schönen Tag am Cape Fairewell. Dies ist der nördlichste Zipfel der Südinsel. Lange weiße Sandstrände und Sanddünen prägen das Bild.
Nach einigem Suchen fanden wir und Biene (Anns traumhaft ausgestatteter Van) den Weg und machten uns los, um den Zipfel zu erreichen, den muss man nämlich erlaufen.
Auf dem Weg trafen wir auf eine fünfköpfige bunt gemischte Truppe, die das gleiche Ziel hatte. Eric gehörte das Auto (normaler Kombi) in dem sie unterwegs waren, und die Gruppe hatte sich nach und nach zusammengefügt. Das Auto sah aus, als würde es fast platzen, das einräumen des Kofferraumes glich einem Tetris-Spiel auf Level 20 und das Auto hing, wenn alle eingestiegen waren, fast auf dem Boden.
Wir erkundeten die Sanddünen gemeinsam und hatten unseren Spaß. Man fühlt sich ein wenig wie in der Wüste dort und das in Neuseeland.
Allerdings wollten sie noch weiter, demokratisch abgestimmt lautete das Ziel Westport…weitere 4 Stunden fahrt. Da war ich doch sehr froh, dass ich mich nicht immer mit 5 Meinungen abstimmen muss.

Während ich die Zeit in Takaka genoss, hatte Lisa leider weniger Glück in der Vorweihnachtszeit: ihr Mr. Mojo brauchte mal wieder eine Werkstadt und Lisa musste ohne ihr geliebtes Auto auf die Nordinsel übersetzten, um ihren Freund am Flughafen zu empfangen. Mr. Mojo wurde dann von Sonja, mit der Lisa reiste, auf die Fähre gebracht und dann auf der anderen Seite von Knuffi und Lisa in Empfang genommen. Nur wusste Sonja nicht recht, was sie nun an Weihnachten machen sollte, also holte ich sie ab und sie wurde der letzte Teil unserer kleinen Weihnachtsgemeinschaft.

Als wir den Campingplatz in Toturanui erreichten, war schon viel los, denn halb Kiwi-Land wollte Weihnachten an diesem tollen Ort verbringen. Die Strände sind goldgelb, das Wasser blau und klar, es gibt Palmen und Wälder….einfach paradiesisch.
Als erstes wurde unser provisorischer Weihnachtsbaum mit roter Girlande und Muscheln geschmückt, dann Kerzen aufgestellt und nach einem kurzen Strandbesuch begann das große Fressen – genau wie auch sonst an Weihnachten endeten wir alle völlig überfressen und kaum bewegungsfähig. Aber Barbecue an Heiligabend ist mal was anderes.
Peter machte zum krönenden Abschluss noch echten österreichischen Kaiserschmarrn. Köstlich!
Wir ließen die ganze Zeit Anns Weihnachts-CD laufen – 6 Lieder in der Dauerschleife….aber trotzdem gut um ein wenig Weihnachtsgefühle anzuregen. Abends wurde dann „Stille Nacht“ auf englisch, österreichisch und deutsch am Lagerfeuer gesungen – sehr gemütlich und feierlich! Ach ja und nicht zu vergessen: die Bescherung. Für mich gab es ein Windlicht und Wein. Ansonsten war es super angenehm mal nicht durch alle möglichen Geschäfte rennen zu müssen, um etwas Schönes für alle Lieben zu finden – auch eine ganz neue Seite an Weihnachten.
Unsere Kiwi Nachbarn waren übrigens ordentlich irritiert uns am 24. feiern zu sehen, bei ihnen gibt es am Morgen des 25. nämlich erst Bescherung.

Geplant war es nur 1 Nacht zu bleiben, aber es gefiel uns so gut, dass wir noch eine 2 Nacht buchten. Wir killten den „Christmas-Cake“ den wir gekauft hatten, Spezialität hier und unglaublich süß, und hatten einen faulen Strandtag. Abends waren die Jungs mal wieder angeln und tatsächlich erfolgreich! 4 Fische, Snapper und einen riesigen Fisch der aussah als sei er noch aus der Steinzeit. Alle wurden direkt vor meinen Augen ausgenommen – eine schrecklich blutig, glibberige Angelegenheit! Aber nachdem sie auf den Grill lagen und guten Duft verbreiteten waren sie richtig lecker! Sogar Sonja schmeckte es, und die ist normalerweise Vegetarierin.
Nach 2 tollen Tagen ging es zurück nach Takaka. Sonja und ich hatten beschlossen zusammen zu reisen und auf die Nordinsel zu traveln, bis wir Lisa wieder treffen würden. Das war für Silvester geplant.
Nächste Station für uns waren die Nelson Lakes, anschließend sollte es nach Picton und dann mit der Fähre nach Wellington gehen. Nach gut 4 Monaten auf der Südinsel ging es also wieder zurück. Ein seltsames Gefühl.

3.2.11 00:47
 


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