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Ohhh, I HATE to go!

 

Meine Zeit in National Park hätte ich mir nicht besser wünschen können. Neben mir gab es noch 4 andere WOOFer. Wir halfen alle im BBH Hostel das 100 Leute fassen kann und genau 22 Badezimmer hat…und jedes einzelne habe ich persönlich mindestens 6 mal putzen dürfen…

Aber um euch erstmal ins Bild zu setzten, National Park liegt nahe der berühmten Vulkane, im Winter dienen sie als Ski-Gebiet, im Sommer ist das Tongariro Crossing die Hauptattraktion. Das ganze Örtchen lebt ausschließlich vom Tourismus, dementsprechend gibt es unzählige Lodges, Hotels und Backpackers. Während ich im größten davon 5 Tage die Woche für 4 Stunden beim Putzen (vorwiegend Bäder&hellip half, wurde ich in einem anderen Haus untergebracht, das aber dem gleichen Unternehmer gehörte.

 

Dieses „Ski House“ war super gemütlich und  Izzy, die Betreiberin, war einfach nur zum knuddeln. Rein äußerlich wirkte sie mit ihrer 10mm Kurzhaar-Frisur, ihren Tattoos und der lauten, schlagfertigen Art recht tough. Aber wenn man sie erstmal länger kennt, ist sie super fürsorglich, kocht für alle WOOFer, liebt es alles was im TV läuft zu verarschen und ist immer da wenn irgendein Gast ein Anliegen hat. Das Ski House hat eine wunderschöne Lounge mit Kamin, Sonnendeck, es gibt einen Spa-Pool und alles ist sauber - der wahre Charakter aber geht allein von Izzy aus.

Neben ihr gibt es noch John. John ist seit10 Jahren am Reisen und das zweite Jahr in National Park, wo er im Backpackers arbeitet. Er kommt ursprünglich aus Spanien und ist unglaublich lustig. Ohne ihn wäre das Chaos im Backpackers nicht auszuhalten und er ist eigentlich der einzige der überblickt, was vor sich geht. Er hat lange Haare und einen Van der perfekt und in liebevoller Handarbeit von ihm ausgebaut wurde, inklusive Flachbildfernseher und SoundSystem. Sein Lieblingsspruch: „Ohhh, I hate to gooo!“ und er bringt ihn jedes einzelne Mal, wenn er vom Ski House „an die Arbeit“ gehen muss. Er ist der Art Mensch, der tausend Erfahrungen gemacht hat und dich einen ganzen Abend lang mit Anekdoten unterhalten kann, während du aus dem Lachen nicht herauskommst.

Damit aber nicht genug, im gleichen Zimmer wie ich waren Sally und Dennis untergebracht, ein Pärchen aus England, das gerade frisch in Las Vegas geheiratet hatte. Beide rundlich, beide käsig (bzw. rot) und einfach putzig. Um unser Team zu komplettieren fehlen noch Natalie und ihr Mann, die beide aus Südafika mehr oder weniger geflohen sind, seitdem es dort immer mehr Übergriffe auf weiße Bürger gibt. Ihre Tochter ist unheimlich still und man merkt, dass sie einiges mit ansehen musste, was Kinder in ihrem Alter nicht miterleben sollten.

In ihren Erzählungen spricht aus jedem Wort die Sehnsucht nach ihrer wunderschönen Heimat, aber gleichzeitig die Endgültigkeit ihrer Entscheidung auszuwandern. Momentan warten sie darauf in England (Natalie hat die englische Staatsbürgerschaft) einwandern zu dürfen, doch es liegen noch einige bürokratische Hürden vor ihnen.

Ich habe eigentlich die meiste Zeit meines Aufenthalts mit diesen liebgewonnenen Menschen verbracht und unsere gemeinsamen Barbecues, Pancake Nachmittage und DVD Nächte sehr genossen.

So sehr, dass ich am Ende als es für mich hieß weiter zu reisen eingestehen musste: „Ohhh, I hate to go!“

 

1.4.11 06:36
 


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